Als Kind ist jeder ein Künstler.
Die Schwierigkeit liegt darin,
als Erwachsener einer zu bleiben.

(Pablo Picasso)

„Malen … ich doch nicht. Um Gottes Willen, bloß nicht!“

Das habe ich vor ein paar Jahren zu mir selbst gesagt, als ich den ersten inneren Impuls spürte, Farben auf eine Leinwand zu bringen. Dieser Impuls rief meine innere Perfektionistin auf den Plan, die sofort mehr als nur ablehnend reagierte.

 

Diese Perfektionistin wurde während meiner Schulzeit geboren, im Laufe meines Erwachsenwerdens stetig genährt, und die Freude am Malen, die Freude an meiner ganz eigenen Kreativität, unterlag einer strickten Nulldiät.

 

Ein freies, unbeschwertes Malen, welches die Fantasie anregt und die Kreativität fördert, wurde für mich immer schwieriger. Das „Malen“ wurde während meiner Schulzeit in einen vorbestimmten Rahmen namens „Kunst“ gequetscht, und meine innere Perfektionistin sorgte aufopfert dafür, dass dieser Rahmen nicht gesprengt wurde.

 

Gott sei Dank habe ich einen Weg gefunden mit meiner Perfektionistin Freundschaft zu schließen, um meine eigene Kreativität leben zu können.

 

Durch meine kreative Ader fließen viele bunte Elemente. Mein Faible für Farben (Bilder malen), für alte Kunst (Ikonen schreiben), meine liebe zu den Buchstaben (große und kleine Geschichten schreiben) und meine Vorliebe für glitzernde Steine (Armbänder herstellen).

Meine Leidenschaft fürs „Malen“ habe ich zu meinem Beruf gemacht. Mit freudiger Achtsamkeit und einem tiefen Einfühlungsvermögen begleite ich nun meine WorkshopteilnehmerInnen dabei, ihre innere Künstlerin zu erwecken, und die eigene, ganz persönliche Farb-und Symbolsprache zu entfalten.

 

Die eigene Kreativität zu leben war auch für mich ein Schlüssel zu einem erfolgreicheren und glücklicheren Leben.

 

Wenn heute jemand zu mir kommt und sagt, „Ich kann überhaupt nicht malen“, dann kann ich das sehr gut nachvollziehen.

 

Heute bedeutet das Malen für mich, die eigene Seelenlandschaft zu erforschen und den eigenen Seelenkern zu berühren. Und das ist ein wundervolles Gefühl, welches ich von Herzen gerne mit den Menschen, die zu mir kommen, teile. Die strahlenden Augen, die mich anlächeln, wenn sie ihre selbst gemalten Bildern in den Händen halten, wenn sie sich also „selbst“ durch ihre Bilder in den Händen halten und betrachten, das ist einfach wundervoll. Dann lächelt auch meine Perfektionistin und sagt: „Es ist gut, dass du deinen Weg gegangen bist.“

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung und mit der Nutzung von Cookies einverstanden. Weiterlesen …